Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?



Schon
wieder ist ein Jahr um und ich bin ein Jahr älter. Erschreckend aber war. Schneller
als gedacht klopft dann doch der 15.März an der Tür und jedes Jahr schaue ich
aufs Neue in den Spiegel und denke, dass mich genau dieser Tag ein Jahr älter
aussehen lässt (wie bescheuert ist das eigentlich). Doch anstatt, dass ich
äußerliche Veränderungen wahrnehme, merke ich eher, wie anders ich über manche Dinge
nachdenken als sonst.

In
mehreren Q&A Videos auf YouTube wurde immer wieder die Frage gestellt was würdest du deinem jüngeren Ich raten?
Diese Frage habe ich mir nun auch gestellt und beantworte diese und einige
andere Fragen in diesem Blogpost.

Gehört
ihr auch zu denjenigen, die manchmal gerne die Zeit anhalten würden, um einfach
mal eine kleine Pause einzulegen und einiges, was letzter Zeit geschehen ist, zu
reflektieren? Zeit anhalten…wir können weder das, noch können wir die Zeit
fassen, gar verändern. Demnach habe ich mir ein wenig Zeit genommen um in eine kleine
Zeitreise zu verschwinden.

Wenn
ich in meinen Gedanken ca. 6-10 Jahre zurück springe und wieder in den Spiegel schaue,
würde ich ein rothaariges Mädchen mit großen dunklen Augen und einem leicht leeren Blick sehen. Dieser Blick sagt schon fast alles aus. Zu dieser Zeit
hatte ich die meisten Probleme mit mir selbst und um mich herum. Schule, Arbeit
und Freundeskreis waren ein reines Durcheinander. Die Schule habe ich nicht
abgeschlossen wie gewünscht, die Ausbildung, die ich damals begonnen habe, war
nicht das was ich machen wollte und es gab immer wieder Streitigkeiten im
Freundeskreis. Immer wieder habe ich versucht alles hinzubiegen, doch alles was
ich verbogen habe, war mich selbst. Soweit sogar, dass ich versucht habe alles
andere zu sein, als die Person, die ich war. Ich habe mir mehr Zeit für andere
genommen, als für mich und habe anderen mehr getraut als mir selbst. Kein
Wunder, dass ich mit dieser Einstellung auf die Schnauze gefallen bin.

Was
würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Würde
ich meinem jüngeren Ich face to face gegenüber stehen und mir selbst einen Rat (quasi aus der Zukunft) geben, würde ich mir zuerst eine Klatschen (natürlich nur
sanft um mich zu wecken) und mir dann raten mehr auf mich selbst zu achten.
Freunde sind wichtig im Leben, dennoch sind 3 gute Freunde besser als 10
schlechte Freunde. Ich würde mir selbst raten anderen nicht so viel anzuvertrauen.
Wenn du deinem Gegenüber alles von dir erzählst, wirst du selbst ziemlich
schnell zur Zielscheibe und gibt demjenigen die Möglichkeit dich zu verletzten.
Genau so würde ich mich nicht mehr so viel in andere Angelegenheiten stecken,
denn im Nachhinein ziehst du selbst den Kürzeren. Deren Probleme bleiben deren
Probleme, ich habe genug eigene zu lösen.

Als
zweites würde ich meinem jüngeren Ich raten, mir selbst mehr zu zutrauen und mehr
Mut zu haben. Es ist natürlich immer gut auf Nummer sicher zu gehen, doch die
besten Möglichkeiten bekommt man erst, wenn man sich traut einen Schritt in die
andere Richtung zu gehen. Auch wenn ich ganz zu Frieden mit meinem Job bin,
hätte ich mir selbst geraten, etwas ganz anderes zu machen, etwas Außergewöhnliches,
etwas, dass meinen Alltag nicht so monoton macht. Meine momentane Rutine ist
eher der Punkt der mich stört. Ich habe so viele verschiedene Interessen, die
ich vor gut 10 Jahren ausbauen hätte können. Wieso bin ich nicht auf eine
Schauspielschule gegangen, wieso habe ich nicht Journalismus studiert oder
wieso arbeite ich nicht in der Wildnis und helfe Tieren? Als letztes würde ich
meinem jüngeren Ich auch raten, mich bitte nicht so sehr zu verbiegen (vor
allem nicht für andere) und mehr an mich selbst zu glauben. Ich glaube, dass
man viel mehr im Leben erreichen kann, wenn man sich auf sich selbst
konzentriert und nicht seine ganze Kraft in andere fremde Angelegenheiten
steckt.

Welche
Anstrengungen finde ich heute für sinnvoll?

Heute
weiß ich, dass es sich lohnt, am am Ball zu bleiben und dass man seine Träume,
Wünsche und Ziele niemals aus den Augen lassen darf. Die Anstrengungen und Herausforderungen,
die man auf dem Weg ans Ziel begegnet, sind es im Nachhinein wert und bringen
einen ans Ziel. Hätte ich mit 16 bereits aufgegeben, als ich das erste Mal
gescheitert bin, an meinen Traum zu glauben, wäre ich mit 23 nicht in
Australien gewesen (OMG ist jetzt auch schon über 2 Jahr her????).

Was
würde ich ändern?

Auch
wenn diese Frage sehr weit daher geholt ist und mich ein wenig abschreckt, würde ich spontan und unüberlegt nichts ändern
wollen, denn wer weiß ob ich dann heute da wäre, wo ich tatsächlich bin.
Natürlich habe auch ich einige nicht durchdachte, leichtsinnige und vielleicht
auch falsche Entscheidungen getroffen, doch auch diese Entscheidungen haben mich
auf den Weg gebracht, auf dem ich mich heute befinde.

Doch
wenn ich etwas länger und tiefer über diese Frage nachdenke, fallen mir
natürlich auch einige Dinge ein, die ich ändern würde, wenn ich es könnte. Wenn
ich etwas ändern könnte, würde ich versuchen eins meiner Hobbys zu meinem Beruf
zu machen oder auch mehr auf Reisen zu gehen. Schnell merke ich, dass ich aber für
diese Änderungen nicht an der Uhr drehen und in die Vergangenheit reisen muss,
sondern, dass ich alles noch selbst in der Hand haben. Das Leben findet nämlich
(zum Glück) nicht im Konjunktiv statt und was nicht ist kann ja noch werden.




Ich
hoffe, dass euch dieser etwas private Blogpost gefällt und euch einen kleinen
Anstoß gibt, selbst über diese Fragen nachzudenken. Mich würden eure Antworten wirklich
sehr interessieren und mich freuen, wenn ich sie entweder unten in den
Kommentaren  oder vielleicht sogar als
eigenen Blogpost lese kann.

Was
würdet ihr eurem jüngeren Ich raten?

Welche
Anstrengungen findet ihr heute für sinnvoll?

Und
was würdet ihr ändern, wenn ihr könntet?





Get the look: Leder Jacke – Zara // blauer cropped Pullover – Zara // Highwaist Jeans – TopShop (Joni) // Biker Bootes – H&M // Netz Strumpfhose – Calzedonia // Hut – Mango

In
dem Sinne noch ein HAPPY BIRTHDAY meine Mama, mit der ich jedes Jahr meinen
Geburtstag teilen darf

Salute,
Sarah


2 Kommentare

  1. 15. März 2017 / 8:02 pm

    Erst einmal sehr schöne Bilder! 🙂
    Und ein wirklich sehr persönlicher Beitrag! Die Frage ist wirklich sehr interessant! Ich kann dir in einem Punkt recht geben, jemandem nicht gleich alles anzuvertrauen würde ich auch meinem früheren Ich raten! Außerdem würde ich meinem früheren Ich raten motiviert und positiv zu sein, so wie ich es heute bin. Man kann das Leben schließlich eh nicht ändern und man sollte alles dafür geben glücklich zu sein! 🙂
    Liebe Grüße Sarah <3

    • 16. März 2017 / 9:58 am

      Danke Sarah für deinen positiven Kommentar und, dass du so offen und ehrlich auf diese Fragen geantwortet hast. Es ist auch immer erleichternd zu sehen, dass andere genau die gleichen 'Fehler' gemacht haben, so merkt man, dass es ganz normal ist, wenn man zb anderen zu früh zu viel anvertraut.

      Xx Sarah

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